Landwirtschaft

Seid ich denken kann, hatte ich immer den Wunsch Landwirt zu werden. Mit dem „Sache“ meiner Eltern komme ich diesem Wunsch nach und habe mir hier in den letzten Jahren meine eigene Landwirtschaft geschaffen. Da zum Hof lediglich einen halben Hektar Eigengrund gehört habe ich viele Flächen gepachtet.

Wie alles begann…

Angefangen hatte alles damit, dass die umliegenden Milchkuh-Betriebe die Weidehaltung einstellten und uns die Hanglagen, welche nicht mit Maschinen zu bewirtschaften waren zur Beweidung überließen. Dadurch konnten wir am Hof die Fläche zu Heugewinnung verwenden. Es musste jedoch immer noch Futter dazugekauft werden.

Als an den Hof angrenzend eine Wiese frei wurde, bewarb ich mich dafür, um den kompletten Futterbedarf selbst zu decken. Da der Verpächter lediglich einen Pächter haben wollte, übernahm ich damit auch zwei Ackerflächen.

Aufgrund des hohen Pachtflächenanteils und aus eigenem Interesse richtete ich meinen Hof darauf aus, die Landwirtschaft mit ihren Arbeiten überwiegend mit Pferden zu erledigen. Ich besitze keinen Traktor, mit dem ich schnell die zuerledigenden Arbeiten ausführen kann. Mein Ziel ist es alle anfallenden Arbeiten den Pferden zu erledigen.

Es wächst…

In den letzten Jahren stieg die eigene Versorgung mit Rauhfutter, womit die Frage nach einer sinnvollen Verwertung aufkam: Fläche abgeben? Futter verkaufen? Es war alles keine richtige Lösung. Zu dem zeigten die Flächen, welche nur beweidet werden können, Nährstoffprobleme, nachdem soviele Jahre hinweg nur Pferde auf ihnen standen.

Daher haben wir uns im Januar 2017 zwei Pinzgauer Stierkälber gekauft, die nun im Sommer auf den Weiden die Nährstoffe wieder verteilen, die Darmparasiten für die Pferde reduzieren und im Winter helfen, dass Heu und die Silage in wertvollen Dünger und qualitativ hochwertiges Fleisch zu veredeln.

Da die Getreidepreise in den letzten Jahren nach unten gegangen sind, war es für uns zunehment unrentabel das Getreide beim Lagerhaus abzuliefern. Auch hier musste eine Alternative her.

Für einen befreundeten Biobauern hacke ich seit Jahren die Kartoffeln mit den Pferde. Im Frühjahr 2016 einigten wir uns darauf, dass ich als Bezahlung für meine Dienstleistung von ihm eine bestimmte Menge an Angler Sattelschweinen bekomme. Diese nehme ich seither jedes Frühjahr auf und bringe sie im Offenstall von den Pferden unter.
Da die Pferde die Weidesaison nicht am Hof verbringen, kann ich den Stall dafür hervoragend nutzen. Hier kann ich die Schweine bis in den Herbst halten, wo ich ihnen Gras, Getreide und alles mögliche an Futter anbieten kann, was mir im Moment zur Verfügung steht.